ultima, online, ultima-online, ultimaonline, uo, server, shard, shards, uo-shard, uo-shards, freeshard, freeshards, uo-freeshard, uo-freeshards, game, spiel, rpg, mmorpg, rollenspiel, rp, roleplay, pvp, pvm, kostenlos, kostenfrei, umsonst, free, gratis, fantasy, phantasie, terra, mystica, terra-mystica, terramystica, sphere, pol, runuo, uor, t2a, lbr, aos, me, sa, ea, origin, glaube, gesinnung, erklärung, begriffe, kombinationen, nach, oben, goetter, goetterglauben, vernuenftig, darstellen, muss

Glaube & Gesinnung

Erklärung der Begriffe Glaube & Gesinnung

Übersicht

Glaube

Um Götter und Götterglauben im Rollenspiel vernünftig darstellen zu können, muss man zunächst die verschiedenen Glaubensrichtungen benennen. Es sind dies:

  • gut (Glaube an die Überlegenheit des Lichtes)
  • neutral (Glaube an Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkel)
  • böse (Glaube an die Überlegenheit der Finsternis)

Ein "guter" Char wird in aller Regel eine "gute" Gottheit auswählen oder falls er oder sie eine "neutrale" Gottheit anbetet, nicht der "gewöhnlichen Kirche" angehören, sondern nur den Lichtaspekt der Gottheit verehren und somit entweder einem speziellen Kult angehören und für die "normalen" Gläubigen dieser Gottheit ein Spinner oder schlimmstenfalls ein Ketzer sein. Für welche Gottheiten es glaubensübergreifende Kulte gibt, ist bei der jeweiligen Gottheit vermerkt.
Die heiligen Symbole der Götter, die z.B. als Amulette um den Hals getragen werden und die rituellen Handlungen von Personen, welche seelsorgerische Pflichten übernommen haben (also in der Regel Priester, Kleriker und ggf. Paladine), haben im rollenspielerischen Aspekt einen durchaus starken Einfluss auf ihre Umwelt. Wir bitten darum, dass jeder dies weiss und auch beherzigt und ausspielt, selbst wenn die Engine es ignoriert. Die Symbole eines guten Gottes werden den Char mit guter Gesinnung stärken, so dass er sich in ihrer Gegenwart besser fühlt. Dies gilt sogar, obwohl in leicht abgeschwächter Form, wenn die gute Gottheit eine andere ist, als die, die er selbst verehrt. Ein neutraler Char wird weder Positives noch Negatives in den Symbolen der guten Gottheit empfinden, es sei denn, dass er gerade diese Gottheit selbst verehrt oder dem Pantheismus anhängt. Ein böser Char dagegen nimmt Schaden von den Symbolen des guten Gottes oder wird sich in ihrer Gegenwart sehr schlecht fühlen: z.B. wird ein böser Char niemals Nahrung zu sich nehmen, die im Namen eines guten Gottes gesegnet worden ist, selbst wenn er kurz vor dem Hungertode stünde. Täte er es dennoch, müsste er sich vermutlich sofort nach dem "Genuss" übergeben oder würde an heftigsten Magenkrämpfen leiden. Der "gute" Char würde sich durch den Verzehr der "gesegneten" Mahlzeit gestärkt und bestätigt fühlen, der "neutrale" Char würde dagegen denken, er habe völlig normales Essen zu sich genommen und sich weder besser noch schlechter fühlen als zuvor. Ein "böser" Char würde niemals das heilige Symbol einer guten Gottheit tragen, selbst wenn er versucht, im Kampf für die Finsternis die Anhänger einer guten Gottheit auszuspionieren und dies zu seiner Verkleidung gehören würde. Täte er es dennoch, würde das Amulett ihm körperliche Schmerzen verursachen und ihn fortwährend ablenken und aufs Unerträglichste stören. Einem neutralen Char würde ein "fremdes" Amulett dagegen nichts ausmachen. Mit umgekehrten Vorzeichen gilt all dies natürlich auch für "böse" Charaktere. Neutrale Charaktere beten normalerweise "neutrale" Gottheiten an. Entscheiden sie sich für eine "gute" oder "böse" Gottheit, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie von deren wahren Anhängern sehr schnell als Ungläubige oder Ketzer betrachtet werden. Ein Sonderfall sind die Pantheisten, die an die Existenz aller Götter glauben und jeden dieser Götter verehren, wenn es an der entsprechenden Zeit ist. Die Pantheisten spüren die Auswirkungen jedes heiligen Zeichens.
Ein weiterer Sonderfall sind diejenigen, die nicht an Götter sondern an Herrscher oder an eine Philosophie glauben. Auf diese wirken die heiligen Zeichen überhaupt nicht oder nur sehr eingeschränkt.
Soweit so gut, doch nun wird es noch ein bisschen komplizierter, denn jede dieser Glaubensrichtungen ist noch weiter zu unterteilen, je nachdem wie sich der Gott bzw. Charakter gegenüber der Weltordnung verhält

Gesinnung

Ja, sogar Götter haben eine Gesinnung. Diese ist den Gläubigen allerdings nicht unbedingt bekannt. Deshalb gibt es die "Kirchen". (Das Wort "Kirche" wird hier als Bezeichnung für die offiziellen Vertreter der Anhänger einer Gottheit verwendet) Die offizielle Kirche einer Gottheit interpretiert deren "Wort" und vertritt die Gesinnung des jeweiligen Gottes. Es ist möglich, dass die Gesinnung eines Charakters ein klein wenig von der "Gottesgesinnung" abweicht (statt gut/rechtstreu z.B. gut/freiheitlich), wenn sein Glaube nur "lauwarm" ist. Es ist auch möglich, dass die Kirche selber sich nicht einig ist, wie die Gesinnung der Gottheit zu bewerten ist, in diesem Falle gibt es eine Kirchenspaltung, bzw. unterschiedliche Glaubens-Strömungen. Des weiteren existieren von einigen Göttern noch mehr oder weniger geheime Kulte, welche unter Umständen nur Teilaspekte dieser Gottheit beachten.
Es ist auch möglich, an eine bestimmte Philosophie (z.B. Glaube an die Natur an sich, Glaube an das Gleichgewicht von Licht und Finsternis, Glaube an die Vorbestimmtheit des Schicksals) zu glauben und streng nach deren Richtlinien zu leben.
Das Leben in einer Gemeinschaft aus mehr als einem Mitglied ist geprägt durch Hierarchien und geschriebene und ungeschriebene Gesetze. Ein jeder ist eingebunden in ein unsichtbares Netz aus "oben" und "unten", aus Sitten, Traditionen, Gebräuchen, Verboten und Tabus. Je nachdem, wie sehr man dieses Netz befürwortet oder ablehnt, könnte man eine Skala erstellen, angefangen mit Individuen, die die Ordnung unhinterfragt bejahen bis hin zu Leuten, die ohne weiter nachzudenken, all diese Regeln in Bausch und Bogen ablehnen und alles auf den Kopf stellen wollen. Das verstehen wir unter "Gesinnung". Da eine solche stufenlose Skala aber nur schwer in Worte zu fassen ist, haben wir sie vereinfacht und daraus 3 Kategorien hervorgehoben. Ein jeder Spieler muss für seinen Char entscheiden, wo er ihn am ehesten ansiedelt.
Spieler, die Charaktere ohne Glauben an eine Gottheit spielen, ersetzen in dem folgenden Text bitte einfach das Wort "Gott" durch das Wort "Herrscher".

rechtstreu

Rechtstreu sein bedeutet, dass der Charakter für Hierarchien und Gesetze einsteht. Diese Gesetze müssen nicht zwingend "gut" sein. Ein solcher Charakter hat immer einen Glauben, entweder an einen Gott oder an einen weltlichen Herrn, dem er dienen will, also ein "linear aufgebautes" Weltbild, das ein konkretes "oben" in Form eines Gottes oder eines Herrschers aufweist, dann folgen die höchsten Würdenträger seiner Kirche bzw. der Adel, deren Wort für den Charakter Gesetz ist. Am unteren Ende dieser Pyramide befinden sich die "Ungläubigen" bzw. die Frevler, Ketzer und Abtrünigen, die sich nicht an die entsprechende Werteordnung halten oder gar sie zu zerstören trachten.
Der Charakter gehorcht also diszipliniert den Befehlen höher gestellter Persönlichkeiten (und stellt diese nicht in Frage), er strebt an, "Recht, Ordnung und Gesetz" durchzusetzen, wobei sich dies stets auf die Worte seines "Herrn" bezieht, der durchaus auch böse sein kann. Die Werteordnung ist dualistisch, also zweigeteilt in eindeutig "pro Gottheit" und "nicht-pro Gottheit" (also: wer nicht mein Freund ist, der muss mein Feind sein). Dies bedeutet, dass unter Umständen bestimmte "Freiheiten" (wie z.B. die Toleranz und Rücksicht Andersdenkenden gegenüber, das Leben eines Feindes, Meinungsfreiheit usw.) der Disziplin und der Ordnung halber geopfert werden müssen und der Char den anderen als engstirnig und intolerant erscheint. Ein rechtstreuer Charakter steht mit jeder Faser seines Lebens ehrenvoll für seine Werteordnung ein (zumindest mit Worten), auch wenn er sich dadurch bei anderen unbeliebt macht. Ein solcher Char wird ohne schlechtes Gewissen Gegner töten, die er als Bedrohung für seine Werteordnung empfindet. Das heisst jetzt aber nicht, dass ein solcher Char immer aus dem Bauch heraus nach "Schema F" handelt und nicht mehr des Nachdenkens fähig ist. Auch ein starrsinniger, intoleranter Char kann erkennen, wann es für ihn sinnvoller ist zu schweigen oder einen Gegner nicht anzugreifen. Selbst der ehrenvollste Charakter kann zählen und auch seine Chancen abstecken und sieht unter Umständen ein, dass es weder seinem Gott auch nur den kleinsten Vorteil noch ihm Ehre einbringt, wenn er aus schlichter Dummheit und Starrsinnigkeit sein Leben wegwirft für nichts. Es kann auch durchaus ehrenvoll sein, klug zu handeln und widerwillig zu schweigen, die Überlegenheit seiner Feinde zu akzeptieren und statt dessen auf einen günstigeren Moment zu warten, um seine Gegner doch noch zu Fall zu bringen. Das bedeutet für das Rollenspiel konkret, dass diese Charaktere niemals Opportunisten sind, sondern stets genau wissen, wo sie stehen und was sie erreichen wollen (nämlich die Verbreitung ihres Glaubens, sei es nun ein Gott, ein Herrscher oder eine Philosophie).

freiheitlich

Ein freiheitlicher Charakter hat einen flexiblen Standpunkt, wenn es um Ordnung und Regeln geht. Für ihn kann es keine "absolute" für alle gülige Weltordnung geben, aber auch kein "Zufallsprinzip"oder Regellosigkeit. Die kirchlichen Hierarchien sind nicht so streng wie bei rechtstreuen Gottheiten und häufig ausgesprochen durchlässig. Die Werteordnung ist ebenfalls flexibel (also: wer nicht mein Freund ist, der ist mir völlig gleichgültig, solange er sich nicht direkt gegen mich wendet). Gläubige treffen ihre Entscheidungen nach eigenem Gutdünken, nach genauem Abwägen von Vor- und Nachteilen, und nicht so sehr nach den Befehlen ihrer Vorgesetzten. Gesetze werden befolgt, Versprechen gehalten, solange es nützlich und sinnvoll erscheint. Für den Charakter ist sein eigenes Wohlergehen oder sein eigenes Weltbild wichtiger als Ehre und Ordnung.
Solche Charaktere können ausgesprochen tolerant wirken, andererseits aber auch ziemliche Opportunisten sein.

regelfeindlich

Eine regelfeindliche Gottheit bzw. ein regelfeindlicher Charakter unterliegt mehr oder weniger dem Zufallsprinzip bzw. der völligen Regellosigkeit. Das bedeutet, der Gläubige untersteht keiner Art von Ordnung, sein Verhalten ist sprunghaft und mehr oder weniger vom Zufall bestimmt, bzw. darauf ausgerichtet, JEDE Art von Ordnung und Hierarchie zu zerstören. Ein Leben ohne jede Einschränkung durch Gesetze, Regeln oder Zwänge ist sein höchstes Lebensziel.

Kombinationen

Es ergeben sich für das Spiel also folgende Möglichkeiten:

  • gut-rechtstreu: Hier finden sich alle wieder, die gut organisiert für das Licht streiten. Sie dienen treu ihrer Gottheit und ihren weltlichen Herren, sie sind gehorsam und ehrenhaft. Sie beschützen die Schwachen und Hilflosen. Sie stellen sich selbst zurück, um dem grossen Ganzen zu dienen. Auf ihr Wort kann man sich immer verlassen, selbst wenn sie im Nachhinein entdecken, dass ihr Versprechen durch einen Betrug der anderen Seite zustande kam, werden sie wenn irgend möglich zu ihrem Wort stehen. Sie akzeptieren die Regeln ihres Gottes oder ihres Herrschers ohne Fragen zu stellen oder den Sinn der Regeln in irgendeiner Weise anzuzweifeln. Ihre Einstellung ist streng, und Ungehorsam, das Nichtbefolgen oder Hinterfragen der Regeln ihres Herrn sind für sie Ungeheuerlichkeiten. Uneinsichtigen Feinden gegenüber sind sie unnachgiebig und hart. Daher erscheint ein gut-rechtstreuer Charakter manchmal engstirnig und stur und intolerant im Bezug auf Andersdenkende zu sein, er weiss jedoch stets, wo er gerade steht und was zu tun ist. Sie missionieren stets für ihren Herrn und versuchen, neue Anhänger zu gewinnen. Sie erkennen aber auch ihre Grenzen und sind in der Lage, überlegt zu handeln, wenn sie sehen, dass ihre Gegener hoffnungslos in der Überzahl sind.
    "Ich diene dem Licht."
    Beispiel: Paladin einer Lichtgottheit.
  • gut-freiheitlich: Ein solcher Charakter glaubt zwar an das Licht, jedoch nicht unbedingt daran, dass die überlieferten Regeln stets der absoluten Wahrheit entsprechen. Das bedeutet, dass sie Regeln, deren Sinn sie nicht sofort erschliessen können, nicht so bedingungslos befolgen, wie es ein rechtstreuer Char tun würde. Sie hinterfragen Regeln und Ordnungen und entscheiden von Fall zu Fall, was sie befolgen und wo sie sich verweigern. Wenn sie ihr Wort geben, kann man sich meist darauf verlassen, es sei denn, sie haben den Verdacht, dass das Versprechen ein Fehler war. Ein gut-freiheitlicher Char ist aber niemals ein Opportunist, sondern jemand, der nicht sich selbst, sondern stets "das Gute" im Sinn hat. Meist wirken sie tolerant, doch ihr Nachteil ist, dass sie wegen ihre Toleranz leicht in Konflikte kommen, wenn sie Entscheidungen treffen müssen, was höher zählt: Toleranz oder Ordnung. Ferner sind sie häufig in Gefahr, Fehlentscheidungen zu treffen oder durch zu zögerliches Handeln, bedingt durch das Hinterfragen von Regeln, das Gute scheinbar eher zu behindern als zu fördern.
    "Für die Interessen des Lichts handele ich so, wie ich es für richtig halte."
  • gut-regelfeindlich: Gut-regelfeindliche Charaktere glauben zwar an die Macht des Lichtes, jedoch nicht an den Sinn von Regeln oder daran, dass irgendjemand einschliesslich ihnen selbst entscheiden kann, was wirklich gut ist. Sie glauben, dass allein der Zufall wirklich zum Licht führen kann. Sie sind zumeist Einzelgänger. Wanderer, die völlig unspektakulär und unerwartet Gutes tun und nicht einmal lange genug an einem Ort bleiben, um ihnen gebührend danken zu können (was sie auch gar nicht erwarten). Infolge dessen wehren sie sich gegen jede Einschränkung durch Organisationen und Regeln. Geben sie ihr Wort, ist es Glückssache, ob sie sich daran halten oder sich auch nur an ihr Versprechen erinnern. Diese Charaktere wirken häufig sehr skurril oder liebenswert-chaotisch, manchmal auch ein bisschen verwirrt.
    "Das Licht leitet mich, wohin der Zufall mich führt."
  • neutral-rechtstreu: Solche Charaktere glauben an das Gleichgewicht von Gut und Böse und daran, dass man aktiv für dieses Gleichgewicht eintreten muss. Sie sind absolut ehrenhaft und ehrlich, ihr Wort gilt. Sie stehen im Kampf von Licht und Finsternis je nach Lage der Dinge stets der gerade unterlegen erscheinenden Seite bei, um das Gleichgewicht zu wahren. Sie glauben daran, dass es niemals ein Ende der Welt geben wird, solange es ihnen gelingt, die Welt im Gleichgewicht von gut und böse zu halten. Dieses empfindliche Gleichgewicht ist jedoch ständig in Gefahr, durch die Regellosigkeit, Disziplinlosigkeit und das Zerstören von alten überlieferten Ordnungen in die eine oder die andere Richtung zu kippen. Sie versuchen aktiv, andere zu ihrer Ansicht vom Gleichgewicht der Dinge zu bekehren und neue Anhänger zu finden. Ein neutral-rechtstreuer Charakter wirkt häufig stur und unberechenbar, weiss jedoch stets, wo er gerade steht und was zu tun ist.
    "Ich diene der Wahrung des Gleichgewichts."
  • neutral-freiheitlich: Diese Charaktere stehen für die Freiheit jedes Individuums, sich seine Seite selbst wählen zu dürfen - oder es auch zu lassen. Regeln und Ordnungen werden immer zuerst hinterfragt. Ein gegebenes Wort wird gehalten, sofern es nützlich und sinnvoll erscheint. Der Kampf von Gut und Böse ist ihnen recht gleichgültig, für sie selbst zählt in erster Linie die eigene Person. Sie bemühen sich um "den gesunden Verstand" und sind zumeist fähige Händler und Diplomaten, aber auch ziemliche Opportunisten und Egoisten. Was anderen Individuen zustösst, interessiert sie nur, solange es ihre eigenen Interessen berührt, ansonsten ist es ihnen absolut gleichgültig.
    "Ich handele so, wie ich es für richtig halte."
  • neutral-regelfeindlich: Solche Charaktere glauben an das Gleichgewicht von gut und böse und daran, dass das Gleichgewicht nur dadurch gewahrt bleibt, dass der Zufall entscheidet, welcher Seite man zugehört. Für sie ist das Gleichgewicht ein sich selbst regulierendes System, in das niemand bewusst regelnd eingreifen darf. Begriffe wie Wahrheit oder Ehre sind ihnen völlig fremd. Sie würden niemals einer Organisation, sei es nun Gilde oder Kirche, beitreten. Ihr Verhalten ist sprunghaft und völlig vom Zufall bestimmt, bzw. darauf ausgerichtet, JEDE Art von Ordnung und Hierarchie zu bekämpfen. Der Drang nach absoluter Freiheit in Handeln und Denken kennzeichnet sie. Ein Leben ohne jede Einschränkung ist ihr höchstes Lebensziel. Auf andere wirken sie völlig unberechenbar und unzuverlässig.
    "Ich lasse mich vom Zufall leiten."
  • böse-rechtstreu: Hier finden sich alle wieder, die in strengen Hierarchien für das Böse streiten. Sie dienen treu ihrer Gottheit und ihren weltlichen Herren, sie sind gehorsam und ehrenhaft. Sie stellen sich selbst zurück, um dem grossen Ganzen zu dienen. Auf ihr Wort kann man sich verlassen. Sie akzeptieren die Regeln ihres Gottes oder ihres Herrschers ohne Fragen zu stellen oder den Sinn der Regeln in irgendeiner Weise anzuzweifeln. Ihre Einstellung ist streng, und Ungehorsam, das Nichtbefolgen oder Hinterfragen der Regeln ihres Herrn sind für sie Ungeheuerlichkeiten. Uneinsichtigen Feinden gegenüber sind sie hart und ohne Gnade. Meist missionieren sie für ihren Herrn, wo es ihnen möglich erscheint und versuchen, neue Anhänger zu gewinnen. Sie erkennen aber auch ihre Grenzen und sind in der Lage, überlegt zu handeln, wenn sie sehen, dass ihre Gegener hoffnungslos in der Überzahl sind.
    "Ich diene der Finsternis."
    Beispiel: Paladin einer bösen Gottheit.
  • böse-freiheitlich: Ein solcher Charakter glaubt zwar an das Böse, jedoch nicht unbedingt daran, dass die überlieferten Regeln stets sinnvoll und nützlich sind. Das bedeutet, dass sie Regeln, deren Sinn sie nicht sofort erschliessen können, nicht so bedingungslos befolgen, wie es ein rechtstreuer Char tun würde. Sie hinterfragen Regeln und Ordnungen und entscheiden von Fall zu Fall, was sie befolgen und wo sie sich verweigern. Ein gegebenes Wort wird so lange gehalten, wie es ihnen nützlich und sinnvoll erscheint. Ein böse-freiheitlicher Char ist dennoch kein Opportunist, sondern jemand, der nicht sich selbst, sondern stets "das Böse" im Sinn hat, doch entscheidet der freiheitliche Charakter immer selbst, wie er dem Bösen am besten dienen kann. Verstellung und geschickte Lügen machen es möglich, dass sie häufig unerkannt bleiben. Meist wirken sie tolerant, doch können sie leicht in Konflikte kommen, wenn sie Entscheidungen treffen müssen. Ferner sind sie in Gefahr, Fehlentscheidungen zu treffen oder durch zu zögerliches Handeln, bedingt durch das Hinterfragen von Regeln, das Böse scheinbar eher zu behindern als zu fördern.
    "Für die Interessen der Finsternis handele ich so, wie ich es für richtig halte."
  • (böse-regelfeindlich:) ACHTUNG: böse-regelfeindlich ("chaotisch-böse") zu spielen, ist auf Terra Mystica den Spielern NICHT MÖGLICH, denn dieses Verhalten steht nur einem geisteskranken Massenmörder an, und diese Art von Rolle ist AUSSCHLIESSLICH GMs im Rahmen von Questen vorbehalten.

Ultima Online Freeshard - Terra Mystica