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Nekromanten

Beschreibung der Klasse Nekromanten

Was sich der Volksmund erzählt

Herren der Schatten, Totenwächter und Seelenräuber sind nur einige wenige ihrer Spitznamen. Ihre Seele sei dunkler als die Nacht, wenn sie denn überhaupt eine besitzen. Ihr Aussehen nicht minder erschreckend als das des Sensemannes persönlich. Knochig, blass und übersät mit Furchen und verwesender Haut... so hört man es im Volksmund munkeln. Einem Dämon unterwürfig bekamen sie die Gabe der Totenmagie, mit welcher sie ihre dunklen Rituale und Beschwörungen vollführen, um jene aus ihren Gräben zu reißen, welche bereits die letzte Ruhe antraten. Das ewige Spiel mit der Grenze zwischen Leben und Tod liegt ihnen offen.
Einiges wird über die Nekromantie getuschelt, doch weiß keiner so recht was sie bewirken kann. Einige behaupten, das Nekromanten gar dämonische Körper wieder aus ihrem Tod zerren können, um Seite an Seite mit ihnen ganze Dörfer in Schutt und Asche zu legen, andere wiederum behaupten, das sie nur mit Überresten auf Friedhöfen herumexperimentieren und jene aus ihrem Schlaf zu erheben, um sie für ihre Zwecke zu manipulieren. Die Grenze, an der die wild, durch Angst angestachelte Fantasie und die wahren Begebenheiten die Menschen vielleicht erlebt haben wollen, sich überschneiden ist sehr verschwommen und unklar, so dass im Grunde niemand genau weiß, was eigentlich Nekromanten sind. Von einigen werden diese Erzählungen lediglich als Aberglaube abgetan, oder als Geschwätz von alten Weibern, welche Aufmerksamkeit erhaschen wollten. Andere glauben insgeheim an jene dunkle Macht, ohne sich jedoch jemals öffentlich zu bekennen, denn zu groß wäre die Angst aus der Gesellschaft verstoßen zu werden, weil man an das glaubt, was nur durch Dämonen offengelegt wird.

Spricht man von den Zaubermächten des Nekromanten, so denkt man zumeist als erstes an die Beschwörung von Verstorbenen. Doch neben verschiedenen Arten dieser Beschwörung und der Kontrolle über Untote soll der Nekromant auch mächtig sein, sich durch seine Kraft Rüstungen und ganze Wände aus Knochen zu Nutze zu machen oder gar durch einen bloßen Fingerzeit seinem Opfer fatale Schäden, seien sie nun körperlich oder geistig, zuzufügen. Doch diese Magie bedient sich gewiss noch weitaus dunkleren Methoden...

Wie wird man ein Nekromant?

Um ein Nekromant zu werden, muss ein Pakt mit einem Dämon geschlossen werden. Dazu sei allerdings gesagt, dass nicht ein jeder Dämon in der Lage und des Willens ist, Kräfte dieser Art zu beherrschen und zu erteilen. Natürlich muss, bevor man sich mit diesem Dämon einlässt, dessen Interesse an einer Person, die ihm nützlich erscheinen könnte, erst einmal geweckt werden. Das kann, nur um einige Beispiele zu nennen, durch starken Wissensdurst, Hab- und Machtgier geschehen. Versucht der Dämon nun, diese Person in seinen Bann zu ziehen und mit ihr ein Bündnis einzugehen, wird er ihr Macht, einen Teil seiner Macht, anbieten, und als Gegenleistung die Dienste seiner Zielperson in Anspruch nehmen. Dabei kommt es darauf an, welches Nutzen von dieser erhofft wird, und je nachdem wird der Dämon seine Macht auf zwei verschiedene Weisen anbieten.
Entweder überträgt er seinem Diener Anfangs ein großes Bündel macht, wobei er von diesem gleichzeitig fordert, ihn auf jeden seiner Wünsche hin aufzusuchen und sein Verlangen zu stillen. Die andere Möglichkeit wäre, dass der Dämon seine Macht nur in kleinen Schüben erteilt, so dass ihn sein Diener von Zeit zu Zeit aufsuchen sollte, wenn die Macht erschöpft ist oder das Verlangen danach steigt. Wie der Dämon es handhabt, entscheidet er nach dem Kriterium, welches Nutzen er sich von seinem Diener erhofft.

Dem Nekromanten ist es auch möglich, selbstständig mächtiger zu werden, indem er seine Fähigkeiten und sein Tun mehr und mehr kennen lernt, versteht und zu nutzen weiß. Einem sehr starken Nekromanten ist es möglich, sich von seinem Dämon loszusagen. Es ist aber nicht selbstverständlich, dass er weiß, dass diese Möglichkeit besteht, und es soll sich als sehr schwierige Prozedur gestalten. Eine einheitliche oder vorgeschriebene "Lossagung" gibt es nicht, da sich jeder Nekromant anders entwickelt und es somit auch ein jeder anders, unter Ausnutzung seiner eigenen Stärken, versuchen wird.

Der Glaube des Nekromanten

Der Glaubensweg des Nekromanten kann sich in zwei Richtungen erstrecken.
Schließt der Dämon einen Pakt mit einem, der zuvor keinen festen Glaubensweg verfolgt hat, wird dieser den Dämon zwar nicht als Gottheit, jedoch als Meister bis hin zum gottähnlichen Wesen betrachten, dem er huldigt und seinen Wünschen horcht. Da es allerdings Teil seiner Tarnung sein sollte, jenes geheim zu halten, wird aus diesem Grunde in der Öffentlichkeit der Glaube an eine andere Gottheit, beispielsweise "Der Namenlose", vorgegeben. Doch Vorsicht sei geboten. Es ist nicht auszuschließen, dass diese falsche Art der Anbetung den betreffenden Gott verärgern kann.
Findet jedoch ein Mensch, der seinen festen Glauben hat, seinen Weg zum Dämon, wird der Dämon diesen dulden, sei es auch nur aus dem Grund, dass er sich von seinem Diener Nutzen verspricht und ihn daher braucht. Der Diener hingegen sieht auf diesem Wege den Dämon in seiner Rolle als eine Art Meister, als jemanden der ihm für seine Dienste Macht gibt.

Wie verhält sich ein Nekromant?

Die Herrschaft eines Dämons untersteht einer strengen, hierarchischen Ordnung, wobei der Nekromant als Diener-Figur gesehen wird. Andere Nekromanten und deren "Herren" werden Anfangs zumeist als Neutrale oder Rivalen gesehen, wobei es bei letzterem zu ziemlich starken Machtkämpfen kommen kann. Wenn beiderseits Interesse besteht, zum Beispiel zur Steigerung der Macht, ist es aber auch durchaus möglich, dass ein Pakt zwischen beiden Seiten geschlossen wird.

Andere Menschen werden zwar von dem Nekromant als minderen Wertes betrachtet, da ihr Weg aus seiner Sicht als nutzlos eingestuft wird, was ihn aber nicht davon abhält, von Menschen Gebrauch zu machen, wenn er sich Nutzen oder ähnliches davon verspricht. Seines Rufes im Volk ist sich der Nekromant durchaus bewusst, darum setzt er sehr viel daran, seine Identität, sei es mit oder ohne großem Aufwand, zu tarnen. Dass er diese Tarnung ablegt, wird so gut wie nie der Fall sein, außer er hegt Interesse an einer bestimmten Person und ist sich sicher, daraus großen Vorteil und Nutzen schlagen zu können. Jenes sollte allerdings nur nach gründlicher Planung und mit viel Bedacht geschehen.

Welche Aufgaben hat ein Nekromant?

Die oberste Aufgabe des Nekromanten wird es stets sein, den Wünschen seines Dämons nachzukommen, egal auf welche Art. Dieses kann sich auf einen längeren Zeitraum erstrecken. Es gibt jedoch noch vielfältige weitere Aufgaben denen ein Nekromant nachgehen kann:

  • Vollführung eines Rituals für den Dämon: Auch hier gibt es kein Einheits-Ritual, da dies von Dämon zu Dämon unterschiedlich sein kann. Eine Möglichkeit wäre eine Opfergabenbereitung.
  • Erforschung der eigenen Grenzen: Getrieben von seiner Wissbegierde wird der Nekromant unter Ausnutzung seiner Fähigkeiten "herumexperimentieren", wie weit er gehen kann, ohne sich zu gefährden oder seinen Dämon gar zu erzürnen.
  • Raub von Essenz: Essenzraub ist zum einen eine weitere Möglichkeit zur Ritualvollführung, zum anderen aber auch eine nötige Maßnahme um aufgebrauchte Energie, die bei der Wirkung von Nekromantie verloren ging, wieder zu erlangen.
  • Schädigung des Kontrahenten: Wird es als unausweichlich angesehen, einem Rivalen Schaden zuzufügen, wird der Nekromant von diesem Vorhaben auch nicht ablassen und mit allen Mitteln versuchen, dieses zum Erfolg zu führen. Hierbei wird sowohl mit offensichtlichen als auch versteckten Methoden gearbeitet.

Weitere Aufgaben werden sich aus dem Handeln des Nekromanten, dessen Umfeld und noch anderen Kriterien ergeben.

Welche Fähigkeiten hat ein Nekromant?

Je tiefer sein Wissen über Nekromantie langt, desto mächtiger werden auch die Sprüche, die daraus hervorgehen. Nur um ein paar wenige davon zu nennen wären dies z.B.:

  • Halluzination: Das Opfer bekommt Halluzinationen
  • Dunkle Mauer: Eine dunkle Mauer erscheint und ermöglicht kein Durchkommen
  • Untote Erwecken: Tote NPCs können zu Zombies werden. Die Stärke der Zombies ist von der Erfahrung des Nekromanten abhängig
  • Knochenschrecken: Der Nekromant beschwört eine Kreatur aus den Knochen der Erde
  • ...

Gelegentlich kommt es vor, dass er bei seinem Tun direkte Unterstützung des Dämons bekommt. Das bedeutet dass sich seine Zauber in ganz anderer und wesentlich verheerenderer Weise auswirken können.

Welche Schwächen hat der Nekromant?

Was einem Nekromant sehr gefährlich werden kann, sind z.B. Götterwunder, sprich ein Gegner in Form eines Priesters oder eines Paladins, die diese bewirken können, denn Götterwunder haben die Macht, die Dämonenmagie zunichte zu machen. Damit verbunden verabscheut der Nekromant ebenso geweihte Gegenstände.

Auch der Essenzverlust, der bei der Wirkung von Nekromantie entsteht, kann dem Nekromant zum Verhängnis werden. Er sollte darum stets darauf achten, sich diese regelmäßig wiederzuholen.


Ultima Online Freeshard - Terra Mystica